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Jury-Entscheidung April 2010
Jury-Entscheidung September 2009


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Hessische Rundfunk Filmförderung (HFF-hr)

Liste der geförderten Projekte aus der Jury-Entscheidung September 2009

Jury:
Valentin  Holch,   Hamburg
Dr. Lili  Kobbe,   Frankfurt
Dr. Susanne  Wolfram,   Leipzig


I.Drehbuch/Spielfilm

Titel
Iraq Dogs
Antragsteller
Michael Sommer, Wiesbaden
Fördersumme
5.000 Euro
Inhalt
2008 erhielt Michael Sommer den Hessischen Filmpreis für seinen Diplomfilm "Elvis und ich". Das Drehbuch für sein geplantes Spielfilmdebüt "Iraq Dogs" widmet sich einem ganz anderen, ungewöhnlichen Thema: dem Irak-Krieg aus der Perspektive der Ehefrau eines amerikanischen Soldaten, der bis zu seinem Einsatz im Nahen Osten in Wiesbaden stationiert ist. Hinter streng bewachten Zäunen ist es der US-Army gelungen, in Wiesbaden eine autarke Welt zu schaffen, die kaum Bezugspunkte zu ihrem deutschen Umfeld hat. Wie lebt es sich in so einer Parallelwelt, in der das persönliche Schicksal auf fatale Weise mit den militärischen Operationen der Amerikaner im Nahen Osten verbunden ist? Und wie behauptet man sich als Frau in dieser community - entweder dem Machismo des Ehemannes ausgesetzt oder in ständiger Angst lebend, er könnte von seinem Einsatz nicht mehr zurückkehren?
 

Titel
Musensöhne
Antragsteller
IFAGE Filmproduktion, Wiesbaden
Fördersumme
15.000 Euro
Inhalt
Beruhend auf der wahren Geschichte eines Elite-Musikinternats im "Dritten Reich" entsteht bei der IFAGE Filmproduktion in Wiesbaden das Drehbuch zu einem Doku-Drama. Wie kann es sein, dass ausgerechnet ein von Hitler persönlich gewolltes nationalsozialistisches Prestigeprojekt zwar sehr viele fleißige und hervorragend ausgebildete Musiker hervorbrachte, aber keinen einzigen Nazi? In den Jahren ihres Bestehens zeichnete sich die Musikschule nicht nur durch hohe Qualität aus. Die "unabdingbare Notwendigkeit" für die Orchestermitglieder, vor Ort bleiben zu müssen, hat das Leben junger Männer gerettet, die so dem "Volkssturm" entronnen sind.
 

II.Produktionsvorbereitung/Spielfilm

Titel
Anatolische Liebesbriefe
Antragsteller
Yilmaz Arslan, Mannheim
Fördersumme
15.000 Euro
Regie
Yilmaz Arslan
Inhalt
Nach seinem düsteren Spielfilm "Fratricide - Brudermord", der in über 25 Länder verkauft und mit dem Silbernen Leoparden in Locarno ausgezeichnet wurde, begibt sich Yilmaz Arslan mit seinem neuen Werk auf märchenhaftes Terrain: In "Anatolische Liebesbriefe" erzählt er eine unglaubliche Liebesgeschichte mit bewusst naivem "Migrationshintergrund". Tiere und Gartenzwerge sprechen kanakisch, haben magische Kräfte und unterstützen Hasan, einen armen Tagelöhner aus dem anatolischen Hinterland, bei seinen Bemühungen, in Germanien zu Reichtum zu gelangen. Dann - so hofft er - kann er endlich seine Angebetete Ayse, die Tochter eines Großgrundbesitzers, heiraten.
 

III.Produktionsvorbereitung/Dokumentarfilm

Titel
Fußball-WM mit Handicap
Antragsteller
Hoferichter & Jacobs, Berlin
Fördersumme
5.000 Euro
Regie
Philipp Schild, Timo Großpietsch, Olaf Jacobs
Inhalt
Menschen, die es oft kaum schaffen, ihren Alltag alleine zu bewältigen, brechen auf, um eine Fußballweltmeisterschaft fernab ihrer gewohnten Heimat zu gewinnen. 2010 gibt es zum fünften Mal die WM der Menschen mit Behinderung. Das Turnier startet im Anschluss an die offizielle WM in Südafrika. 16 Nationalmannschaften aus fünf Kontinenten treten in 47 Spielen gegeneinander an, darunter auch ein deutsches Team. Der Dokumentarfilm soll die Geschichte von vier Spielern und des Torwarts der deutschen Mannschaft erzählen. Die WM ist ihr größter Traum, doch der Weg dahin ist voller Hürden.
 

Titel
In the Dark Room
Antragsteller
Pandora Film Produktion, Frankfurt am Main
Fördersumme
8.500 Euro
Regie
Nadav Schirman
Inhalt
Magdalena Kopps war die Frau des meistgesuchten Terroristen der Welt: Carlos, der "Schakal". Sie folgte ihm durch die Wirren des internationalen Terrorismus, sie saß im Gefängnis und trainierte mit palästinensischen "Freiheitskämpfern". Irgendwann begann sie zu begreifen, dass hinter den Idealen und dem Kampf für Freiheit auch persönliche Ziele und Gier nach Reichtum und Macht steckten. In der Pandora Filmproduktion "In the Dark Room" soll Magdalena Kopps ihre Geschichte selbst erzählen.
 

Titel
Rockende Diven
Antragsteller
Spacy Stardust Filmproduktion, Frankfurt am Main
Fördersumme
1.500 Euro
Regie
Nora Hong
Inhalt
Die Musikbranche ist bekanntlich ein hartes, allein von Männern dominiertes Geschäft. Jedenfalls, wenn man den Klischees der Medienöffentlichkeit folgt. In der Musik-Dokumentation "Rockende Diven" will Nora Hong deutsche und internationale Musikerinnen, die in Deutschland leben, porträtieren - Frauen, die ihre eigenen musikalischen Kompositionen, Ideen, Produktions- und Vertriebswege fernab des Mainstream realisieren.
 

Titel
Überleben in Rüsselsheim
Antragsteller
Götz Penner Filmproduktion, Kassel
Fördersumme
6.000 Euro
Regie
Götz Penner
Inhalt
Rüsselsheim ist heute das Musterbeispiel für eine ehemals reiche Arbeiterstadt, die den Strukturwandel zu verpassen droht. Zuwanderer, Wirtschaftsförderer, Autofans, Satiriker und andere Rüsselsheimer blicken jeweils völlig anders auf diese eigenartige Stadt. Zu Rüsselsheim gehören die verzweifelten Bemühungen der Verwaltung und einzelner Bürger, der großen Siedlung den Charakter einer Stadt und eine Zukunft zu geben, dazu gehört der hohe Zuwandereranteil, der die Stadt optisch und kulturell prägt, dazu gehört der drohende Bedeutungsverlust des Opelwerks, die Verarmung einer Musterstadt der 1970er Jahre. Götz Penner will im Format eines langen Dokumentarfilms erzählen, wie Rüsselsheimer ihre Stadt heute erleben.
 

Titel
Über Ordnung
Antragsteller
Cinetix Medien und Interface, Frankfurt am Main
Fördersumme
4.000 Euro
Regie
Lilo Mangelsdorff
Inhalt
Was ist eigentlich "Ordnung"? In ihrem neuen Dokumentarfilmprojekt will die Frankfurter Filmemacherin Lilo Mangelsdorff mit Menschen sprechen, die sich ihre eigenen Ordnungssysteme geschaffen haben. Es geht nicht um "Messies", sondern um ganz normale Menschen, die nur auf den ersten Blick im Chaos leben. Denn das Chaos ist nicht chaotisch, es hat meistens ein System. Und von ihren jeweiligen Systemen, ihrem individuellen Umgang mit dem vermeintlichen Chaos, sollen drei Protagonisten erzählen, die den widerständigen Umgang mit gängig herrschenden Ordnungsansichten pflegen.
 

Titel
Yallah! Underground
Antragsteller
Farid Eslam, Bischofsheim
Fördersumme
7.500 Euro
Regie
Farid Eslam
Inhalt
Egal, ob im Libanon, in Ägypten oder in Saudi-Arabien: In vielen Regionen des Mittleren Ostens entdecken Jugendliche künstlerische Bereiche wie Film, Musik und Malerei, erobern sich Nischen und Freiheiten, nutzen Kunst und Mode als Ausdrucksmittel, um ihren eigenen traditionellen kulturellen Hintergrund mit der Sprache der globalen Jugendkulturen zu verbinden. Farid Eslam will junge Künstler in Beirut, Kairo und Jeddah (Saudi-Arabien) durch ihren Alltag und bei ihrer Arbeit begleiten. Ihr Lebensstil und ihre Kunst repräsentieren einen unaufhaltsamen gesellschaftlichen Wandel, der weder in ihrer Heimat noch im Westen bislang wirklich wahrgenommen wird. Ein Dokumentarfilm über die kulturelle Jugendszene im Mittleren Osten und über einen "Zusammenprall der Kulturen", der in den Köpfen einer jungen Generation stattfindet.
 

IV.Produktion/Spielfilm

Titel
Meeres Stille
Antragsteller
Julex Film, Berlin
Fördersumme
50.000 Euro
Regie
Juliane Fezer
Inhalt
Für Familie Sander sollte der Urlaub in einem abgeschiedenen Haus am Meer eigentlich Entspannung bedeuten. Stattdessen werden sie durch einen Fremden mit ihrer Vergangenheit konfrontiert. Erinnerungen, seltsame Töne, Fragmente brechen die Wirklichkeit auf. Ein Junge verliert seine Mutter. Sein Klavierspiel wird einem Anderen zum Verhängnis. Jemand lädt Schuld auf sich. Und alle spielen Boule: Wer das Zentrum berührt, hat verloren... Nach dem Roman von Stefan Beuser erzählt Juliane Fezer in ihrem Kinodebüt mit zwei nahtlos ineinander übergehenden Erzählsträngen eine kammerspielartige Geschichte über Schuld, Lebenslügen und die Schatten der Vergangenheit. Das Psychodrama entsteht als Koproduktion mit dem Hessischen Rundfunk.
 

Titel
Das verlorene Lachen
Antragsteller
steelecht crossmedia storytelling, Offenbach
Fördersumme
35.000 Euro
Regie
Bernd Sahling
Inhalt
Der 10jährige Sascha kämpft mit der Aufmerksamkeitsstörung ADHS. Durch die Einnahme von Medikamenten kann er sich besser konzentrieren, verliert aber dabei sein ansteckendes Lachen und entfremdet sich von der ihm wichtigsten Person: seiner besten Freundin Elli. Am Ende lernt er, aus eigener Kraft mit seinen Lernschwierigkeiten und seinem Leben zurechtzukommen. Das Projekt der Offenbacher steelecht GmbH wurde bereits als Drehbuch unterstützt. Bernd Sahling ("Blindgänger") wird die Regie übernehmen.
 

V.Produktion/Dokumentarfilm

Titel
Big Eden - Alles immer happy?
Antragsteller
strandfilm Produktion, Frankfurt am Main
Fördersumme
34.000 Euro
Regie
Peter Dörfler
Inhalt
Über das Leben von Rolf Eden (78) ist eigentlich genug geschrieben worden, vor allem in der Boulevardpresse. Eden machte den Striptease in Westdeutschland populär, gründete die legendäre Berliner Disco "Big Eden", feierte mit Frank Sinatra und zeugte sieben Kinder mit sieben Frauen. Die Rolling Stones pinkelten in seinen Rolls Royce, und sein testamentarisch verbriefter Wunsch ist es, beim Orgasmus zu sterben (150.000 Euro Belohnung). Aber was ist eigentlich dran an Edens provokanter Aussage "Ich habe im Leben immer nur Glück gehabt"? Dass Rolf Shimon Eden im Jahr von Hitlers Machtergreifung nach Palästina auswanderte, in Haifa aufwuchs und als Elitesoldat für die Unabhängigkeit Israels kämpfte, dürften die wenigsten wissen. Peter Dörfler, der zuletzt mit "Achterbahn" Publikum und Kritik begeisterte, versucht dem ungewöhnlichen Leben "des letzten Playboys Deutschlands" auf die Spur zu kommen.
 

Titel
Earl`s Saxophones
Antragsteller
Pola Reuth, Frankfurt am Main
Fördersumme
10.000 Euro
Regie
Pola Reuth
Inhalt
Eine lustvolle, experimentell-dokumentarische Suche und Auseinandersetzung mit den Spuren afroamerikanischer Alltagskultur in Frankfurt. Ein Porträt des großartigen "Earl Black", Initiator und Seele einer Reihe einschlägiger bis verrufener Locations für Black Music und "Afro-American German Exchange", die Integrationsfigur der afroamerikanischen Szene in Frankfurt. Was ist von der Schwarzen Musik in Frankfurt, ihren Protagonisten und Orten, geblieben?
 

Titel
Joschka Fischer. Der letzte Rock`n`Roller der Politik
Antragsteller
Quintefilm, Merzhausen
Fördersumme
50.000 Euro
Regie
Pepe Danquart
Inhalt
Vor einigen Monaten wurde Joschka Fischer 60 Jahre alt. Im nächsten Jahr feiert die Bundesrepublik ihren 60. Geburtstag. Beide haben bewegte und bewegende Zeiten hinter sich. Der vielfach preisgekrönte Dokumentarfilmer Pepe Danquart ("Höllentour", "Am Limit") erkundet anhand von Gesprächen, Begegnungen und Archivmaterial eine unglaubliche Biografie, in der sich die Geschichte einer ganzen Republik wie in einem Prisma spiegelt.
 

Titel
Der Liebe wegen - Beate Klarsfeld
Antragsteller
klarfilm Produktion, Frankfurt am Main
Fördersumme
37.000 Euro
Regie
Hanna Laura Klar
Inhalt
Als Beate Klarsfeld Bundeskanzler Kiesinger öffentlich ohrfeigte, verstieß sie gegen ein Tabu. Die symbolische Geste, die um die Welt ging, brachte ihr Sympathien und zugleich große Ablehnung ein. Hanna Laura Klar geht in ihrem neuen Film dem Bild der "zickigen und politisch sektiererischen Frau" nach, wie es für lange Zeit die deutsche Öffentlichkeit bestimmte, und stellt es der heute 70-jährigen Beate Klarsfeld gegenüber. Klarsfeld ist noch immer politisch aktiv. 2007 wurde sie vom französischen Staatspräsidenten Sarkozy zum "Ritter der Ehrenlegion" geschlagen. Im Frühjahr schickte sie dem Holocaust-Leugner Bischof Williams ihre Texte und Bücher nach Argentinien und wurde daraufhin vom Papst eingeladen.
 

Titel
Making of History
Antragsteller
Sehstern Filmproduktion, Frankfurt am Main
Fördersumme
32.000 Euro
Regie
Gregor Eppinger
Inhalt
John Spalek, 81 Jahre alt, fährt seit 40 Jahren durch Amerika. Sein Ziel: Alle Nachlässe jüdischer intellektueller Exilanten zu sammeln, die vergessen in Kellern, Garagen und Dachböden liegen. Spalek arbeitet an der Dokumentation des kulturellen Kahlschlags in Deutschland, den das Dritte Reich verursacht hat. Sein Frankfurter Exilarchiv ist zu seinem Lebenswerk geworden. Ein dokumentarisches Road Movie, das vom Erinnern, dem Altern und der Heimat handelt und vor allem die gesichtslosen Transitorte amerikanischer Highways, Motels, Dinners und Flughäfen motivisch erkunden soll.
 

VI.Produktion/Kurzspielfilm

Titel
2 kbm
Antragsteller
Astrid Rieger, Offenbach
Fördersumme
10.000 Euro
Regie
Astrid Rieger
Inhalt
Während seine Freundin Betty täglich ihrer Arbeit nachgeht, weiß Robert nicht so recht, was er mit sich anfangen soll. Angesichts seiner eigenen beruflichen Zukunft fühlt Robert sich heillos überfordert. Sich um Jobs zu bewerben, bringt er nicht fertig, stattdessen beschäftigt er sich zwanghaft mit der Anhäufung und Verarbeitung von Lebensmitteln. Aus Angst vor Streitereien mit Betty und überhaupt vor der "Welt da draußen" versteckt er sich in einer Nische in Bettys Wohnung, gerade so groß, dass er liegend darin Platz findet. Der neue Kurzfilm von Astrid Rieger, vielfach ausgezeichnet für "Mammal".
 

Titel
Die Beobachtung
Antragsteller
Roman Gonther, Frankfurt am Main
Fördersumme
15.000 Euro
Regie
Roman Gonther
Inhalt
Als der 30jährige Bankangestellte "K" eines Morgens erwacht, stehen zwei Herren an seinem Bett und erklären ihm, dass sie ihn fortan auf Schritt und Tritt beobachten müssten, allerdings nicht wüssten, warum und wer ihnen dazu den Auftrag gab. Tatsächlich weichen sie nicht mehr von seiner Seite und schreiben all ihre Beobachtungen in kleine Notizbücher. "K" kann sich ihnen nicht entziehen, selbst seine Verlobte Lisa scheint eine Mitwisserin zu sein. Roman Gonther will seinen deutlich von Kafkas "Prozess" inspirierten Kurzfilm mit einer Mischung aus absurder Komik und beklemmenden Thrillerelementen erzählen.
 

Titel
Ferngesteuert
Antragsteller
Hendrik Maximilian Schmitt, Petersburg
Fördersumme
14.000 Euro
Regie
Hendrik Maximilian Schmitt
Inhalt
Frau Kornfeld, die einfühlsame Psychotherapeutin, will wissen, wie es nur dazu kommen konnte, dass Maik "diesen Ausländer" niedergestochen hat. In Maik jedoch tobt ein innerer Kampf: erleichtert er sein Gewissen, verrät er Thomas, seinen besten Freund. Und der steht unten vor der Tür. Hendrik Maximilian Schmitt, Student an der Kunsthochschule Kassel, will einen Kurzfilm über einen 17-jährigen Schüler drehen, der zwischen zwei verschiedenen Welten schwankt und sich für die Aufrichtigkeit entscheiden muss.
 

Titel
Komm und hol` mich
Antragsteller
Kontrastfilm, Mainz
Fördersumme
10.000 Euro
Regie
Arne Ahrens
Inhalt
Julians Vater hat ein Date mit der Mutter von Katja und Lena. Die Erwachsenen gehen aus, und Julian soll den Abend mit den beiden Mädchen verbringen. Dass er heimlich in Lena verliebt ist, macht die Sache nicht einfacher. Doch dann bekommt Julian die Gelegenheit, Lena zu beweisen, was für ein Mann er ist: Er soll im Keller dreimal den Teufel rufen... Arne Ahrens (Hessischer Filmpreis 2006 für "Großstadträuber") will in seinem Kurzfilm die Versatzstücke des Horrorgenres nutzen, um das Innenleben der jugendlichen Protagonisten in Bilder zu fassen.
 

Titel
Salzwasser
Antragsteller
Matthias Krumrey, Kassel
Fördersumme
15.000 Euro
Regie
Matthias Krumrey
Inhalt
Für Charly beginnt gerade ein freies, selbstbestimmtes Leben, das bald schon wieder vorbei sein könnte: Bei dem 15jährigen Mädchen, einem "Emo-Girl" thailändischer Abstammung, wurde Krebs diagnostiziert. Aber davon will Charly nichts wissen. Genauso ist es mit dem Ende ihrer Beziehung: Sie ignoriert einfach, dass Tim mit ihr Schluss gemacht hat. Aber irgendwann - sogar recht bald - muss Charly erkennen, dass sich ihr Leben von Grund auf ändern wird. Matthias Krumrey, Student an der Kunsthochschule Kassel, will in seinem 25-minütigen Kurzfilm möglichst dicht ran an Charly und ihre Gefühle, an ihre Suche nach Identität und Originalität.
 

Titel
Simulant
Antragsteller
Jonas Ungar, Kassel
Fördersumme
14.000 Euro
Regie
Jonas Ungar
Inhalt
Dennis liebt Leonie, doch Leonie lebt in der Psychiatrie. Um mit ihr zusammen zu sein, beschließt Dennis, ihr zu folgen. Er spielt dem Psychiater Dr. Käfer eine Psychose vor und wird erfolgreich eingewiesen. Doch damit fangen die Probleme erst an. Jonas Ungar, Student der Filmklasse in Kassel, will mit "Simulant" einen hintergründigen Abschlussfilm über die Machtverhältnisse in zwischenmenschlichen Beziehungen drehen.
 

Titel
This Side is Nowhere
Antragsteller
Petja Gohr, Kassel
Fördersumme
15.000 Euro
Regie
Christian Schröter
Inhalt
Irgendwo in einer Welt, in der die Grenzen dicht gemacht wurden und Menschenhandel durch skrupellose "Flüchtlingshelfer" längst alltäglich ist: Eine Gruppe von Flüchtlingen will mit allen Mitteln die andere Seite der Grenze erreichen. Nach vielen Strapazen erreichen sie ihr Ziel. Aber finden sie auf der anderen Seite wirklich ein besseres Leben vor? Christian Schröter dreht seinen Abschlussfilm an der Kunsthochschule Kassel im 16mm-Format.
 

VII.Verleih/Vertrieb/Dokumentarfilm

Titel
Testimony - Lebens(w)ende
Antragsteller
StarCrest Media, Frankfurt am Main
Fördersumme
3.000 Euro
Regie
Razvan Georgescu
Inhalt
Was sagt Jörg Immendorf über den Tod? - Der außergewöhnliche Dokumentarfilm "Testimony - Lebenswende" des hessischen Filmemachers Razvan Georgescu wird im Verleih unterstützt. Als der Arzt bei ihm einen inoperablen Gehirntumor diagnostizierte und sagte, er habe noch maximal drei Jahre zu leben, da packte Regisseur Georgescu sein Filmequipment ein, reiste durch die Welt und besuchte Künstler, die selbst schwer erkrankt oder knapp dem Tod entkommen waren. Wie verarbeitet man diese Erfahrung als Künstler, als Intellektueller? Wie ist es, wenn man weiß, dass man in Kürze sterben wird? Die Antworten - unter anderem von Jörg Immendorf, Bill Viola und dem Soziologen Helmut Dubiel - hat Georgescu zu einem bewegenden Film zusammengestellt.
 

VIII.Drehbuchcamp

Titel
Vier Stipendien
Fördersumme
zusammen 2.640 Euro
Inhalt
Die Hessische Rundfunk Filmförderung vergibt vier Stipendien an Autor/innen und Produzent/innen, die im DrehbuchCamp ihren Projekten den letzten dramaturgischen Schliff verleihen oder sich im Rahmen verschiedener Kurse fortbilden. Mehr als 200 Autor/innen, professionelle wie Quereinsteiger, besuchen jährlich die mit hochkarätigen Trainern besetzte Veranstaltung.
Das DrehbuchCamp ist eine Gemeinschaftsveranstaltung der ARD.ZDF medienakademie, der MFG-Filmförderung Baden-Württemberg und der Hessischen Filmförderung unter dem Dach des gemeinnützigen Vereins DrehbuchCamp e.V. Das DrehbuchCamp wird unterstützt von der Degeto Film GmbH und der Freiburg Wirtschaft, Touristik und Messe GmbH & Co. KG.
 

IX.Veranstaltungen und Reihen

Titel
27. Kasseler Dokumentarfilm und Videofest "Filme, Videos, Medieninstallationen und audiovisuelle Performances aus Kassel und Hessen"
Antragsteller
Filmladen Kassel e.V., Kassel
Fördersumme
25.000 Euro
Inhalt
Das renommierte Kasseler Dokumentarfilm- und Videofest ist eine feste Plattform für internationale und insbesondere europäische Film- und Medienschaffende. Auch im Rahmen des 27. Kasseler Dokumentarfilm- und Videofestes (9. - 14. November 2010) sollen in einer Schwerpunktsektion aktuelle Filme und Videos, Medieninstallationen sowie audiovisuelle Performances von hessischen Regisseur/innen und Medienschaffenden präsentiert werden.
 

Titel
naxos, Kino im Theater
Antragsteller
Kino im Theater / Naxoshalle, Frankfurt am Main
Fördersumme
3.000 Euro
Inhalt
Seit Herbst 2005 zeigt naxos.Kino im Theater jeweils dienstags einen besonderen Dokumentarfilm und lädt im Anschluss zum ausführlichen Filmgespräch mit Regisseur/innen, Experten und Protagonisten. Veranstaltungsort ist das Off-Theater Willy Praml in der denkmalgeschützten Naxos-Maschinenbauhalle in Frankfurt am Main. Seit Bestehen arbeitet naxos mit der Dokumentarfilmredaktion des Hessischen Rundfunks zusammen und zeigt auch Previews von ARD-Erstausstrahlungen.